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Autor Thema: "Ich habe mein Kind weggegeben" Frauen in Notlagen.......  (Gelesen 3492 mal)
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onedaydie
Gast
« am: 07. Mai 2005, 17:49:20 »

Keine Frau macht sich die Entscheidung leicht, ihr Kind unmittelbar nach der Geburt zur Adoption freizugeben. Meist handelt es sich dabei um einen Akt der Verzweiflung in materieller oder sonstiger Not. Und fast ebenso häufig werden diese Mütter später von Reue und schlechtem Gewissen geplagt. frauTV stellt die Organisation SterniPark vor, die Frauen in dieser Notlage hilft.

  Die Organisation SterniPark

SterniPark hilft Frauen, die ihre Schwangerschaft verheimlichen. Sie wendet sich an Frauen, die ungewollt schwanger geworden sind, die nicht mehr abtreiben können oder abtreiben wollen und die sich aber nicht trauen, sich mit ihren Problemen an herkömmliche Einrichtungen wie z.B. örtliche Beratungsstellen oder das Jugendamt zu wenden. Auch Frauen kurz vor oder auch nach der Geburt eines Kindes, das sie nicht behalten wollen, können sie sich an SterniPark wenden.

 

  Das Projekt Findelbaby

Das sogenannte Projekt "Findelbaby" besteht seit 5 Jahren. Es umfasst die rund um die Uhr kostenlos erreichbare Notrufnummer 0800 456 0 789, die von ehrenamtlichen Projektmitarbeitern betrieben wird.
Hinzu kommt die Möglichkeit für Mütter, in den ersten Wochen der Geburt mit dem Kind in den Mutter-Kind-Einrichtungen von SterniPark in nördlichen Schleswig-Holstein oder in Hamburg zu leben, ohne ihre Identität zu offenbaren. Außerdem begleiten die SterniPark-Mitarbeiterinnen Frauen vor und während der Geburt im Krankenhaus und auch danach, wobei die Schwangeren bzw. Mütter weder der Organisation noch dem Krankenhaus die Personalien angeben müssen.

Die Erfahrung von SterniPark hat gezeigt, dass nach der Geburt des Kindes die Frauen nur in Einzelfällen nicht bereit sind, ihre Identität zu offenbaren und somit den Kindern ihren Namen mit zu geben - das passierte bisher nur bei Vergewaltigungsopfern und bei Frauen aus anderen Kulturkreisen, die ihr Leben durch die Geburt des Kindes seitens ihrer Familie bedroht sahen. Die Mitarbeiterinnen sehen somit das Argument, dass die anonyme Geburt das Recht der Kinder auf Herkunft verletzten würde, widerlegt.

 

  Notlagen der Frauen

50 Frauen betreute SterniPark alleine im letzten Jahr. 60% der Frauen entschieden sich nach der Geburt des Kindes, das Kind doch bei sich zu behalten. Frauen in Notlagen kommen nach der Erfahrung von SterniPark aus allen Altersgruppen und allen gesellschaftlichen Schichten.

Die Gründe, warum Schwangerschaften verborgen werden, sind vielfältig: bei Minderjährigen ist es in erster Linie Angst vor der Reaktion der Eltern. Eine weitere Gruppe sind Frauen, die in einen kulturellen und religiösen Hintergrund eingebunden sind, der sie bei Entdeckung der Schwangerschaft um ihr Leben fürchten lässt. Auch Frauen, die bereits Kinder haben, verheimlichen manchmal ihre Schwangerschaft, wenn sie das weitere Kind zur Adoption freigeben wollen; sie haben Angst, ihnen werde von den Ämtern oder der Umwelt die Erziehungsfähigkeit abgesprochen.

Vor allem Frauen Mitte zwanzig passt manchmal die Vorstellung, mit einem Kind zu leben, überhaupt nicht in die Lebensplanung: sie verheimlichen die Schwangerschaft dann deshalb, weil sie sich schämen, Verhütungsmittel nicht oder nicht richtig eingesetzt zu haben und den Zeitpunkt einer möglichen Abtreibung verpasst zu haben. In einigen Fällen sind die Schwangerschaften das Ergebnis von Vergewaltigungen, andere Frauen hatten schlichtweg Angst, von ihrem Partner verlassen zu werden: der Erzeuger drohte mit der Beendigung der Beziehung, falls die Frau schwanger würde.

Die Mütter haben nach der Geburt ihres Kindes acht Wochen Zeit, sich zu überlegen, ob sie die Kinder behalten wollen oder nicht. In diesen acht Wochen werden die Kinder in ehrenamtlichen Pflegefamilien betreut, erst danach werden die Kinder in Adoptionspflegefamilien gegeben. In der Zeit können die Mütter die Kinder jederzeit sehen und haben so die Möglichkeit, sich frei zu entscheiden, ob sie sich nicht doch ein Leben mit dem Kind vorstellen können.

 

  Kontakt

SterniPark e.V.
Projekt Findelbaby
Kinderhaus Goethestraße 25-27
22767 Hamburg
Fon: 040/43 18 74 - 0
Notrufnummer: 0800 456 0 789

Das Projekt Findelbaby finanziert sich größtenteils über Spenden.
Spendenkonten:
Konto 1268111729, Hamburger Sparkasse, BLZ 200 505 50
Konto 1234560, Hamburger Bank, BLZ 201 900 03
Konto 3379419, Vereins- und Westbank, BLZ 200 300 00

  Quelle:www.frau-tv.de


Anmerkung in eigener Sache: Der Beitrag wurde von mir absichtlich in die Rubrik "CAFE" gepostet, weil ich finde, dass Betroffene hierzu, auch ohne Registrierung Zugang haben sollten.........Es handelt sich hierbei nicht um einen "cafeüblichen" Beitrag, dafür ist die Thematik zu ernsthaft...wer jedoch in Not, Hilfe sucht, braucht diese meist schnell.........
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